Wir haben schlechte Nachrichten


Liebe Betroffene, liebe Angehörige und liebe Kunden,

 

wir haben leider schlechte Nachrichten.

 

Wie viele ja wissen sind wir auf Spenden angewiesen, um die Anlaufstelle der

SHG-Lebensfreunde Marl am Leben zu erhalten. Leider konnten wir in den letzten Jahren durch Spenden und der Arbeit in der Lapapeterie nicht unsere Kosten decken.

Das bedeutet, finden wir bis zum Jahresende keine Möglichkeit zumindest die Kosten zu decken, sind wir gezwungen die Anlaufstelle und somit auch die Lapapeterie aus finanziellen Gründen zu schließen.

 

Wir würden es sehr bedauern, dass wir nach über drei Jahren in Polsum, nun nicht mehr für die Betroffenen und Angehörigen, aber auch für unsere Kunden da sein zu können.

Die Ehrenamtliche Tätigkeit macht uns viel Freude und wir werden weiterhin mit allen uns zu Verfügung stehenden Mitteln versuchen die SHG-Lebensfreunde Marl am Leben zu erhalten.

 

Daher bitten wir Sie heute um Spenden, damit wir mit unserer Arbeit fortsetzen können.

 

Sollten wir keine Möglichkeit finden, möchten wir uns bei unseren Teilnehmer(innen), Betroffenen, Angehörigen und ganz besonders unseren Kunden für Ihr Vertrauen bedanken.

 

Für Ihre Unterstützung wären wir, die SHG-Lebensfreunde Marl und die Betroffenen sehr dankbar. 

 

Wer sind wir?

wir sind eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Depressionen, Traumata, Angsterkrankungen

und deren Angehörige.

Wir haben mittlerweile mehrere Gruppen und betreuen diese in Ehrenamtlicher Tätigkeit.

Wir sind eine große Gemeinschaft depressiv, traumatisierter und angst-erkrankter Menschen, die allesamt Erfahrungen mit diesen heimtückischen Krankheiten haben, über die lieber geschwiegen als geredet wird. Wir nennen uns die Lebensfreunde, wo bei der Name (Lebensfreunde) auch Programm ist. 2016 erhielt die SHG-Lebensfreunde Marl den 2. Platz des Engagement Preises des Paritätischen von NRW, mit der Presse Überschrift, Landesweit einmalig.

Da wir die SHG-Lebensfreunde Marl eine rein private Initiative sind, ist es sehr schwer für uns Unterstützer zu finden, die aber dringend gebraucht werden. Eine Vereinsgründung ist leider aus unterschiedlichsten Gründen auch nicht möglich. Damit wir auch weiterhin für unsere Teilnehmer da sein können.

 

 

Seit der Gründung der Lebensfreunde haben wir keinen Teilnehmer durch Suizid verloren. Einige von uns sind der festen Überzeugung, würde es die Lebensfreunde nicht geben wären wir heute wahrscheinlich nicht mehr da. Was zeigt wie dringend in diesem Bereich Hilfe gebraucht wird.

 

Was machen wir?

Unsere 4 Gruppen finden Wöchentlich statt und dauern Zwei Stunden. Dabei entsteht ein "Wir"-Gefühl. Das "Wir"-Gefühl ist nach zwei Stunden Gruppenarbeit nicht zu Ende. Es ist für uns wichtig, dass wir auch zwischen den Treffen Kontakt halten, um eventuell einen Rat einzuholen oder Hilfe zu bekommen. Dafür stehen uns die Sprecher der SHG-Lebensfreunde Marl 24 Stunden 7 Tage die Woche telefonisch zur Verfügung. Im Januar 2015 gründeten wir eine Angehörigen Gruppe um Freunden und Familie die Krankheiten und das ganze drumherum näher zu bringen. Es Endstand eine Art Übersetzung für Die Angehörigen so dass sie ihre Erkrankten besser verstehen lernen können. Des Weiteren haben wir eine Anlaufstelle in Marl-Polsum die von montags bis freitags täglich für 5 Stunden und samstags für 4 Stunden persönlich besetzt ist. Hier führen Die Sprecher der Lebensfreunde Gespräche mit unseren Angehörigen und Freunden, damit diese uns besser verstehen. Des Weiteren finden in der Anlaufstelle auch die Vorgespräche mit neuen Teilnehmen, so wie natürlich auch unsere Gruppenabende statt. Zweimal in der Woche findet zusätzlich noch eine Kreativgruppe statt, in welcher wir gemütlich zusammensitzen und unserer Kreativität freien Lauf lassen können oder einfach einen Kaffee trinken und uns über alltägliches unterhalten können. 

 

Die SHG-Lebensfreunde wächst und wird auch dringend gebraucht. Termine bei Ärzten und Therapeuten lassen oft lange auf sich warten. Auch da findet Unterstützung statt. Selbst wenn Menschen nicht für Gruppengespräche geeignet sind werden sie nicht alleine gelassen. Es finden auch Einzel Gespräche statt oder die Vermittlung in eine andere Selbsthilfegruppe die für das Krankheitsbild des Betroffenen besser passt. 

 

 

Und all dieses machen wir Ehrenamtlich.

 

Wobei helfen wir?

Depression ist eine psychische Störung, die mit einer Veränderung der Stimmung und des Antriebs verbunden ist. Freudlosigkeit, gedrückte Stimmung, emotionale Abstumpfung, Antriebslosigkeit und Erschöpfung sind nur einige der typischen Beschwerden. Dinge, die früher Spaß gemacht haben sind bedeutungslos geworden. Auch unterschiedliche körperliche Beschwerden treten häufig in Verbindung mit einer Depression auf.

Angststörungen sind gekennzeichnet durch anhaltende, länger dauernde oder gar ausgeprägte Befürchtungen oder Sorgen um einen oder mehrere Lebensbereiche: z. B. Partnerschaft, Familie, Arbeit, Finanzen. Gelegentlich findet sich auch keine konkret benennbare Ursache. Diese Angstzustände quälen durch zusätzliche seelische und körperliche Beschwerden.

Traumatische Ereignisse, die eine posttraumatische Belastungsstörung hervorrufen können, sind z. B. Krieg, schwere Unfälle, Opfer eines Verbrechens, sexueller Missbrauch, Folter, Naturkatastrophen, Chemieunfälle, Brände etc.

 

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Ihre SHG-Lebensfreunde Marl